(C) MGV Eintracht-Liederkranz letztes Update: 14.07.2019

Rom 2007

MGV Eintracht-Liederkranz 1874 e. V. Obertiefenbach

Konzertreise des MGV nach ROM vom 06. - 12.10.2007

Prachtvolle Auftritte in der Ewigen Stadt

Die Männergesangvereine „Eintracht-Liederkranz“ 1874 Obertiefenbach und „Cäcilia“ Horbach bereisten im Rahmen ihrer internationalen Konzertreise mit annähernd 100 Personen die Ewige Stadt Rom. Bei sommerlichen Temperaturen erlebte die große Reisegruppe einen imposanten Streifzug durch die fast 3000-jährige Geschichte Roms und hinterließ durch ihren meisterhaften Chorgesang einen nachhaltigen Eindruck.

Bereits am Anreisetag bereitete Chorleiter Hubertus Weimer den Konzertchor auf seinen ersten Auftritt in der Kathedrale St. Paul vor den Mauern vor. In der prächtigen Kathedrale gestaltete der Chor mit 40 Sängern in Konzertkleidung vor rund 500 Gläubigen den Gottesdienst. Die ausgezeichnete Akustik der Kathedrale wurde vor allem beim abschließenden „Salve Regina“ des Chores den vielen Gottesdienstbesuchern zu einem besonderen Erlebnis. Dem imposanten Nachklang folgte ein lang anhaltender herzlicher Applaus. Der deutschsprachige Benediktiner-Pater dankte dem Chor für die feierliche Gestaltung der Messe. Im Rahmen einer Führung fiel den Reiseteilnehmern neben der prunkvollen Ausgestaltung der Kathedrale die Bilderreihe der Päpste ins Auge, insbesondere das Bild des derzeitigen Papstes Benedikt XVI., welches ständig angestrahlt wird.

 

Der Chor auf der Dachterrasse der Residenz Courtial mit Blick auf den Petersdom

Russisches Lied in Cäsars Reich

Die Stadtbesichtigung des antiken Roms führte zum Kolosseum, zum Konstantinbogen und ins Forum Romanum. Dabei nutzten die Sänger die Möglichkeit, unter Chorleiter Christoph Heep in der Eingangshalle des alten Senatsgebäudes, in welchem Julius Caesar 45 v. Chr. regierte, das „Tebje Pojem“ (russisches Kirchenlied mit deutschen Texten) erklingen zu lassen. Ein besonderes akustisches Erlebnis, dem gleich etliche Touristen aufmerksam lauschten und dem Gesang im Anschluss applaudierten. Über die Piazza Venezia, mit Blick über weite Stadtteile Roms, endete am Kapitol eine bemerkenswerte Zeitreise im Zeitraffer.

Ein weiterer Höhepunkt war eine feierliche Vesper in der Kathedrale St. Peter mit rund 100 Priestern und einer Schola, der unmittelbar die Feier der heiligen Messe folgte, an der rund 1000 Gläubige teilnahmen. Aus den Deutschen Messgesängen von Michael Haydn erklang erhebend „Hier liegt vor deiner Majestät, im Staub die Christenschar“. Der italienische Zelebrant begrüßte ganz besonders die deutschen Chöre aus Obertiefenbach und Horbach.

Zur Gabenbereitung erstrahlte das Chorwerk „Herr deine Güte reicht so weit“ von A. E. Grell, dessen Schluss mit dem Halleluja von den Sängern imposant in die große Kathedrale und Kuppel von St. Peter mit einem mächtigen Nachhall gesungen wurde. Das „Tebje Pojem“ von Bortnianski (Satz: Hans Schlaud) begleitete den Kommuniongang, mit den Texten „Ich will den Namen des Herren loben und preisen immerdar“ feierlich. Am Ende des einstündigen Gottesdienstes zeigten die Sänger nochmals ihr musikalisches Leistungsvermögen mit dem ausdrucksstarken „Salve Regina“, dem die Gottesdienstbesucher innig Gehör schenkten.

In der Ruhe des Gottesdienstes kamen dabei die eindrucksvollen Klangbilder des Chorwerkes von Franz Schubert beeindruckend zur Geltung und erzeugten Nachklänge, die so schnell von allen Reiseteilnehmern nicht vergessen werden. Die Gläubigen dankten dem Chor mit einem herzlichen Applaus, und so manchem Teilnehmer war die besondere Rührung anzumerken, ein greifbarer Höhepunkt dieser Konzertreise.

Das Besuchsprogramm umfasste außerdem die Stadtbesichtigung Romantisches Rom mit der spanischen Treppe, der Via del Corso, dem imposanten Trevibrunnen und der Piazza Navona. Im Pantheon formierte Chorleiter Christoph Heep spontan den Chor vor dem Hauptaltar. Zu den Klängen des „Tebje Pojem“ sammelten sich binnen weniger Minuten annähernd 200 Touristen und zeigten sich von der musikalischen Darbietung sehr begeistert und spendeten reichlichen Applaus.

Am folgenden Tag besuchte die Reisegruppe die vatikanischen Museen und die Sixtinische Kapelle. Darauf folgte die Führung durch St. Peter, der zweitgrößten Kirche der Welt und die höchste bauliche Erhebung Roms.

Ein weiterer Höhepunkt der Konzertreise war die Papstaudienz auf dem Petersplatz mit rund 30.000 Pilgern. An den Fahrgassen kam die Obertiefenbacher Reisegruppe sehr nahe an den Papst heran. In der Lesung und dem folgenden Gebet sprach der Papst in fünf Sprachen, darunter begrüßte er auch seine deutschen Landsleute in herzlicher und freundlicher Art. Im Rahmen der Audienz wurde der Männergesangverein „Eintracht-Liederkranz“ Obertiefenbach stellvertretend für die ganze Reisegruppe begrüßt. Die Reiseteilnehmer bejubelten dies und schwenkten die spontan organisierten Deutschland-Fahnen.

Nach dem gemeinsam gesungenen Pater noster erteilte Papst Benedikt XVI. den Segen an alle Anwesenden. Jubel und Applaus brandeten auf. Eine slawische Kapelle spielte auf. Es war für die Reisegruppe eine nachhaltige Begegnung mit dem rüstigen und freundlichen deutschen Papst und ein unvergesslicher Höhepunkt der internationalen Konzertreise.

Mit diesen Eindrücken reiste am Nachmittag ein Teil der Reisegruppe wieder nach Deutschland ab. Der zweite Teil der Reisegruppe unternahm an den letzten beiden Tagen sehenswerte Ausflüge zu den christlichen Katakomben, der Lateranskathedrale, dem Mund der Wahrheit, dem Circus Maximus, die Kuppel sowie die Papstgewölbe von St. Peter und viele Sehenswürdigkeiten mehr. Die Bilanz der Sänger: „Wir waren in Rom dem Himmel ein Stück näher, eine traumhafte Konzertreise.“

Weitere Bilder zur Konzertreise finden sich links unter “Fotos”.